Kältedämmsysteme

Dampfdichte Isolation für Kühlanlagen und kryogene Systeme

Sichere Kältesysteme ohne Taupunktunterschreitung und Korrosionsrisiko.

Überblick

Kältedämmung auf höchstem Niveau

Kältedämmung ist technisch anspruchsvoller als Wärmedämmung. Wir gewährleisten eine lückenlose Dampfsperre, um Kondensatbildung und schleichende Korrosion unter der Dämmung (CUI) zuverlässig zu verhindern. Unsere Systeme schützen Kühlanlagen, Tiefkühlsysteme, NH3-Anlagen und kryogene Installationen vor Energieverlusten und Feuchtigkeitsschäden.

Bei der Kältedämmung drückt die Wärme (und mit ihr die Luftfeuchtigkeit) von aussen nach innen zum kalten Bauteil. Wenn die Isolierung nicht absolut dampfdiffusionsdicht ist, kondensiert Feuchtigkeit am Rohr und führt zu Eisbildung, Durchfeuchtung der Dämmung und massiver Korrosion. Wir setzen auf geschlossenzellige Dämmstoffe und lückenlose Verklebungssysteme, um diese Risiken auszuschliessen.

Kältedämmsysteme
Fachwissen

Technische Grundlagen

Der wesentliche Unterschied zur Wärmedämmung liegt in der Richtung des Feuchtetransports. Bei kalten Oberflächen wandert Wasserdampf aus der Umgebungsluft in Richtung des Kälteobjekts. Wenn er auf seinem Weg den Taupunkt erreicht, kondensiert er innerhalb der Dämmschicht. Diese Durchfeuchtung erhöht die Wärmeleitfähigkeit drastisch (Wasser leitet Wärme etwa 25-mal besser als Luft) und führt langfristig zu Korrosion am Untergrund.

Wir berechnen die erforderliche Dämmstärke nach VDI 2055 unter Berücksichtigung der Taupunkttemperatur, der Betriebstemperatur, der maximalen Umgebungstemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit am Standort. Die Dampfsperre muss auf der warmen Seite (aussen) der Dämmung liegen und lückenlos geschlossen sein. Jede Unterbrechung, sei es an Rohrhaltern, Ventilen oder Durchdringungen, ist ein potenzieller Feuchtigkeitseintritt. Deshalb werden bei uns alle Stossstellen, Nähte und Anschlüsse vollflächig verklebt und zusätzlich mit selbstverschweissenden Klebebändern abgedichtet.

Einsatzgebiete

Anwendungsbereiche im Detail

Kälte- und Klimaanlagen

Kälte- und Klimaanlagen

Kaltwasserleitungen, Verteiler und Verdampfer in der Gebäudeklimatisierung erfordern zuverlässigen Tauwasserschutz. Wir dämmen diese Systeme mit geschlossenzelligen Elastomeren, die bereits eine integrierte Dampfbremse bieten. Das verhindert Eisbildung und hält die Kühlleistung stabil.

Kryo-Anlagen und Tieftemperatur

Bei Temperaturen bis minus 196 °C kommen mehrlagige Dämmsysteme mit Dampfsperren zwischen den Schichten zum Einsatz. Wir verwenden spezielle Materialien wie Schaumglas und sorgen für lückenlose Dampfsperren und mechanisch stabile Konstruktionen.

NH3- und Ammoniak-Systeme

Ammoniakleitungen erfordern höchste Dichtigkeit wegen Korrosionsgefahr. Wir verwenden geschlossenzellige Elastomere mit zusätzlicher Dampfbremse und Edelstahlmantel. Die Materialauswahl berücksichtigt die chemische Beständigkeit gegenüber dem Kältemittel.

Lebensmittel- und Prozessindustrie

Kühlräume, Produktionsleitungen und Lagertanks in der Lebensmittelverarbeitung müssen hygienischen Standards entsprechen. Wir setzen auf glatte, leicht zu reinigende Oberflächen und achten auf dichte Anschlüsse, die keine Kondensatbildung zulassen.

Investition

Wirtschaftlichkeit

Kältedämmsysteme amortisieren sich meist in 2 bis 5 Jahren durch reduzierte Kälteverluste und vermiedene Reparaturen. In Kälteanlagen sinkt der Energieverbrauch für Kühlaggregate typischerweise um 20 bis 40 Prozent.

Eine mangelhafte Kältedämmung führt nicht nur zu Energieverlusten, sondern zerstört durch Vereisung und Korrosion innerhalb weniger Jahre die gesamte Rohrleitung. Die Investition in ein professionell montiertes System rechnet sich durch die Vermeidung von Anlagenstillständen und die drastische Reduktion von Instandhaltungskosten.

FAQ

Fragen zu Kältedämmsystemen

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um Kältedämmung, Dampfsperren und Materialien.

Bei der Wärmedämmung drückt die Wärme nach aussen. Bei der Kältedämmung will die Wärme (und mit ihr die Luftfeuchtigkeit) nach innen zum kalten Bauteil. Wenn die Isolierung nicht absolut dampfdiffusionsdicht ist, kondensiert Feuchtigkeit am Rohr. Dies führt zu Eisbildung, Durchfeuchtung der Dämmung und massiver Korrosion unter der Isolierung.

CUI bezeichnet Korrosion, die unbemerkt unter der Isolierung stattfindet. Sie entsteht meist durch eingedrungene Feuchtigkeit, die wegen der Dampfsperre nicht mehr entweichen kann und am kalten Metalluntergrund kondensiert. Da man die Korrosion von aussen nicht sieht, kann sie unentdeckt fortschreiten und die Anlagenintegrität gefährden. Wir beugen CUI durch lückenlose Dampfsperren und fachgerechten Korrosionsschutz nach AGI Q 151 vor.

Unsere Systeme sind für Betriebstemperaturen von minus 196 °C bis plus 15 °C ausgelegt. Mit geschlossenzelligen Elastomeren dämmen wir Anlagen bis etwa minus 50 °C. Für tiefere Temperaturen setzen wir Schaumglas oder mehrlagige Systeme mit Dampfsperren ein. Die Materialauswahl erfolgt projektspezifisch nach den Anforderungen Ihrer Anlage.

Rohrhalter sind kritische Stellen, da hier die Dampfsperre unterbrochen wird. Wir verwenden spezielle dampfdichte Kälteschellen mit integrierter Isolierung, die Wärmebrücken minimieren und den Feuchtigkeitseintritt verhindern. Die Anschlüsse an die angrenzende Rohrdämmung werden vollflächig verklebt und mit selbstverschweissenden Bändern abgedichtet.

Kontakt

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Dahlienweg 23, 4553 Subingen